Mancher kann sich sicher noch daran erinnern, wie im „Tante Emma Laden“ die freundliche Verkäuferin jedes Produkt auf Wunsch des Kunden aus dem Regal geholt hat. Der eine oder andere Artikel wurde sogar abgewogen und in Tüten verpackt, wie Mehl oder Zucker, oder auch abgezählt und dann einzeln verkauft. Das Addieren der einzelnen Preise nahm die nette Dame nicht mit einem Kassensystem vor, sondern mit dem Bleistift auf einem Papierblock oder auf der Ecke vom Pergament vor. Sie kassierte das Geld, gab das Wechselgeld penibel genau heraus und verstaute dann das Geld in einer nach Münzgröße eingeteilten Geldkassette oder in einer Geldschublade. Etwas später gab es im umgebauten Ladenlokal viel mehr Regale zur Selbstbedienung in Einkaufskörbe und die ersten Kassierstationen mit Registrierkassen wurden eingeführt. Dort saß dann die Dame und quälte sich mit der neuen Kasse ab, hielt noch einen Schwatz mit ihren Kunden und freute sich zum guten Schluss, dass ihr die neue Kasse die Rechnerei abgenommen hat. Diese ersten Kassensysteme verfügten über Zahlenblocks zum Eingeben der auswendig gelernten Preise und man bewunderte die Fähigkeit der Kassiererin, sich soviel zu merken. Das Eintippen dauerte noch ein wenig, aber man hatte ja ausreichend Zeit. Der Einkauf war das tägliche Erlebnis und sozialer Kontakt wurde noch groß geschrieben. Doch diese kleinen Läden konnten dem Lauf der Zeit und dem Frischegebot nicht standhalten. Zu klein war wegen des geringen Platzangebots die Warenpalette. Mit Erscheinen der ersten Supermärkte mit ihrem vielfältigen Angebot verschiedenster Waren auf tausenden Quadratmetern wurde der Druck auf die „Tante Emma Läden“ immer größer. Auch die treuen Kunden ließen sich mit der Zeit von den praktischen Läden mit der schnellen Kassiererin am Fließband mit dem schnellen, moderneren Kassensystem anziehen. Das war ein ganz anderes Einkaufserlebnis! In den freundlich eingerichteten, hellen Märkten wurde man jetzt mit Berieselungsmusik unterhalten, während man mit dem Einkaufswagen durch die Regalreihen eilte und die Warenvielfalt, tiefenpsychologisch richtig platziert, auf sich wirken ließ. Meist kam man mit mehr Waren nach Hause, als eigentlich auf dem Einkaufszettel standen. Nein, die Waren fielen einem einfach ins Auge und die Grabbeltische in der Nähe der Kasse verführten zum leichten Zugreifen und Mitnehmen. Die Schlange an der Registrierkasse hatte noch etwas Abenteuerliches und beim Warten ließ man die Augen schweifen und spontane Griffe in die Regale in der Nähe der Kassenschlange tun. Jetzt gab es mehrere Stationen, alle ausgerüstet mit Kassensystem und flotten Kassiererinnen, die dort die Preise in Windeseile in die Tastaturen tippten. Heute wäre die Kassiererin verzweifelt, wenn sie alle Artikelpreise von Hand eingeben müsste. Schneller geht es mit dem Barcode Scanner, über den die Preisschilder schnell hinweg bewegt werden, während das Kassensystem piepsend anzeigt, dass der Preis registriert wurde. Der Pieps signalisiert auch, dass der Artikel automatisch vom Lagerbestand abgezogen und in die Nachbestellliste übertragen wurde. Effizienz und Kontrolle im Supermarkt und beim Discounter genießen höchste Priorität und werden durch moderne Kassensysteme in vollem Umfang umgesetzt. Auswertungen aus den übertragenen Daten helfen dem Betriebsleiter, eine genaue Übersicht über die geschäftlichen Vorgänge zu erhalten. Nächtelange Inventuren kann er sich mit Hilfe der modernen Kassensysteme ersparen. Das spart nicht nur Zeit, sondern minimiert auch Verluste, zum Beispiel durch schlecht gewordene Ware und freut den Kunden, weil er seine Waren immer möglichst frisch erhält, dank moderner Lagerbestandspflege.
Tags:Einzelhandel, Kasse, Kassen, Kassensystem, Kassensystem, Kassensysteme, Kassensysteme, Registrierkasse, Registrierkasse, Registrierkassen